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D.Logistics Chance auf Turnaround?


07.10.2002
TradeCentre.de

Die Analysten von "TradeCentre.de" sind der Meinung, dass die Aktien von D.Logistics (WKN 510150) nur etwas für aüßerst riskobereite Anleger eine Option ist.

Mit dem angekündigten Verkauf der Cargo Service Center B.V. und der Veräußerung der Londoner Heathrow Immobilien gelinge D. Logistics nahezu die Entschuldung. Voraussetzung dafür sei die Zustimmung auf der Hauptversammlung und, dass der Käufer von seinem Vertrag bis zum 09.10. auf Grund kriegerischer Auseinandersetzungen oder terroristischer Anschläge sich nicht zurückziehe. Insgesamt solle der Deal rund 120 Millionen Euro in die Firmenkasse spülen, die zum größten Teil zur Rückführung von Bankschulden dienen würden. Per Ende Juni habe das Unternehmen bei Banken mit kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten mit rund 150 Millionen Euro in der Kreide gestanden. Weitere Desinvestitionen würden aus Gründen der Verschuldung nicht auf der Agenda stehen, habe Firmenchef Detlef Hübner im Hintergrundgespräch mitgeteilt.


Weitere Verkäufe würden vielmehr aus strategischer Sicht getätigt werden sollen, mit dem Ziel sich in den Kernbereichen Consumer Goods, Packing Technologies und Chemie Health Care über Akquisitionen zu stärken. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres habe die Beteiligungsholding, die logistische Dienstleistungen anbietet, 231 Millionen Euro umgesetzt. Das EBITA habe 3,5 Millionen Euro betragen. Das Nettoergebnis habe mit knapp 5 Millionen Euro im roten Bereich gelegen. Eine Prognose für das Gesamtjahr habe der Firmengründer nicht treffen wollen, lediglich ein positives operatives Ergebnis stelle Hübner in Aussicht. Analysten würden den Umsatz (exklusive CSC) für 2002 auf circa 430 Millionen Euro und das EBITA auf rund 6 Millionen Euro schätzen.

Die Kosten für die Restrukturierung und weitere Bereinigungen in der Bilanz wolle der CEO nach Möglichkeit in 2002 vornehmen. Speziell die im Halbjahresbericht ausgewiesenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 184 Millionen Euro wolle der Großaktionär so weit wie möglich abschreiben. Cash verliere das Unternehmen dadurch nicht. Kompensieren wolle Hübner die Buchverluste durch Verkaufserträge, damit das Ergebnis unterm Strich nicht massiv im roten Bereich lande. Nach dem Jahr der Restrukturierung wolle der Logistiker in 2003 gestärkt hervorgehen. „Viel schlechter kann es nicht mehr werden“, habe Hübner bezüglich der weiteren konjunkturellen Entwicklung gesagt. Für das kommende Jahr gebe Hübner grob die Marschrichtung vor: Bei einem Umsatz von rund 500 Millionen Euro, inklusive Infraserv Logistics (rund 100 Millionen Euro Umsatz), peile der Kommandolenker eine operative Rendite von 3 bis 6 Prozent an.

In den letzten Wochen habe Hübner selbst Aktien seines eigenen Unternehmens gekauft. „Je günstiger der Kurs, desto mehr Aktien kaufe ich zurück“, habe der Pferdeliebhaber auf Frage von "TradeCentre.de" angekündigt, wie viele Stücke er noch kaufen wolle. Diese vertrauensbildende Aktion spreche für den Vorstandschef, sei aber keine Garantie für steigende Kurse.

Bis der endgültige Turnaround vollzogen ist, bleibt die Aktie von D.Logistics nur für äußerst risikobereite Anleger eine Option, so die Analysten von "TradeCentre.de". Da sie dem Unternehmen jedoch den Schritt in die richtige Richtung zutrauen, sei eine Position im kleinen Depotumfang in einem besseren Marktumfeld vertretbar.




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